Content-as-a-Service: Die Revolution im Content-Marketing

Jeder Marketer weiß um die Kosten der Content-Erstellung und kennt den Druck, nachweisen zu müssen, dass diese Kosten notwendig sind, weil sie den Umsatz positiv beeinflussen. Aus Content soll also Kapital werden. Ein dafür bekanntlich erfolgreicher Weg ist das Content-Marketing. Klaus Eck und Doris Eichmeier, die Autoren des Buches „Die Content-Revolution im Unternehmen“ definieren das klassische Content-Marketing so:

„[…] Marketingmaßnahmen, die im Schwerpunkt auf Content basieren, um das Interesse der Stakeholder an verschiedenen Touchpoints und in den unterschiedlichen Kaufphasen zu gewinnen und die Kommunikation mit ihnen geschickt anzuregen und fortzuführen. Es geht um den optimalen Einsatz der unterschiedlichen Kanäle, um Personalisierung der Inhalte, um Markenbotschaften, das gekonnte Nutzen von Social Media, um Storytelling und natürlich auch um jede Menge Kreativität.“

Die Definition passt. Das Problem ist nur, dass kreative Ideen und guter Content nicht ausreichen, wenn einen die Entwicklung des Marktes überholt, sprich die Anzahl der relevanten Kontaktpunkte zum Kunden unüberschaubar werden und man eben nicht mehr alle gezielt bespielen kann. Denn mindestens genauso wichtig wie die Qualität und Relevanz der Inhalte ist die Frage, was die wichtigen Touchpoints sind, wie man den richtigen Content effizient und sinnvoll dort veröffentlicht und somit den richtigen Kunden erreicht. Schließlich wollen immer neue Apps, Microsites, Portale und Smart Devices mit hochwertigem Content bestückt werden. So soll allein die Anzahl der internetfähigen Geräte laut Ericsson Mobility Report bis 2021 um 400 Prozent wachsen. Das bedeutet gleichzeitig: Die Menge an Kontaktpunkten wächst exponentiell und damit auch die erforderliche Menge an relevanten Inhalten. Studien haben herausgefunden, dass 74 Prozent der Online-Nutzer frustriert sind, wenn sie Content angezeigt bekommen, der sie nicht interessiert. Nur personalisierter Content weiß wirklich zu begeistern.

Mehr Touchpoints, mehr Content – mit CaaS geht beides

Wer jetzt abwinkt und denkt, er habe eh schon zu wenig Content oder zu wenig Budget, um neue Inhalte zu erstellen, sollte trotzdem weiterlesen. Denn, jedes Unternehmen hat grundsätzlich genug Content, wertvolles Wissen und Informationen, die teilenswert sind – Produktinfos, Whitepaper, Dokus, Q&A´s, Anleitungen, Präsentationen, Videos etc. Wie sagte es Lew Platt, der ehemalige CEO von Hewlett-Packard: „Wenn HP wüsste, was HP alles weiß, wären wir dreimal so profitabel.“ Das Wissen, oder besser gesagt, die verfügbaren Inhalte müssen also „befreit“ werden von den Beschränkungen der bisherigen Kanäle und Formate und möglichst effizient für zusätzliche Touchpoints zugängig gemacht werden.

Mit Content-as-a-Service können Sie die doppelte Herausforderung, gesteigerter Content-Bedarf einerseits und unüberschaubare Touchpoints andererseits, gezielt anpacken: Alle bereits vorhandenen Inhalte lassen sich unformatiert zur Verfügung stellen und durch die CaaS-eigene Agilität flexibel und personalisiert für unterschiedlichste Zwecke und Zielgruppen neu zusammenstellen und wiederverwenden. Wie das funktioniert? Ein Beispiel: Frontend-Entwickler, die beispielsweise eine Microsite für eine Tochtergesellschaft in den USA entwickeln, für die Inhalte aus einem klassischen Content-Management-System der Konzernzentrale wiederverwendet werden sollen, müssen das verwendete CMS nicht mehr kennen. Sie können die benötigten Inhaltsfragmente einfach über eine standardisierte API abrufen und in den gewünschten Layouts, Formaten oder Strukturen veröffentlichen. Das ist einerseits effizienter Content-Reuse und befreit andererseits Marketer und ihre IT-Kollegen von der Notwendigkeit, alle Touchpoints kennen und aufwändig integrieren zu müssen. Egal, ob es um das oben beschriebene Beispiel geht, um eine angesagte Shopping-App oder ein neues Device im Internet-of-Things. Entscheidend ist, dass sie Ihre Inhalte nicht mehr nur aktiv verteilen müssen („Push“), sondern für Dritte zur Verfügung stellen können, ohne dass sie diese externen Kontaktpunkte kennen, geschweige denn integrieren müssen. Denn erst dann können sie schnell reagieren und ihren Content da einsetzen, wo er wirklich gefragt ist und abgerufen werden kann („Pull“).

Mehr zu den Vorteilen und Anwendungsszenarien von Content-as-a-Service finden Sie hier!