"Die CMS-Branche hat ein Glaubwürdigkeitsproblem"
Jörn Bodemann, Vorstandsvorsitzender der E-Spirit AG, geht mit einigen Kollegen im CMS-Markt hart ins Gericht: Allzu oft hätten Anbieter in einem unübersichtlichen Markt viel versprochen, um dann viel Geld ihrer Kunden in Projekte zu versenken, die scheiterten. Aktueller Fall: Open Text. Der Anbieter will das nicht auf sich sitzen lassen.
Viel Feind, viel Ehr' – auf Marktsegmente in der IT-Branche passt der Spruch normalerweise nicht. Zwar belebt Konkurrenz prinzipiell das Geschäft, für viele Firmen ist aber eine gewisse Größe und Beständigkeit ihrer Lieferanten durchaus wünschenswert. Sie sehen daher Marktkonsolidierung nicht immer zwangsläufig negativ. Vorausgesetzt, bestehenden Kunden werden gangbare und vernünftige Wege aufgezeigt, wie sie mit dem Käufer ihres bisherigen Anbieters auch künftig weiterarbeiten können.
Das war für viele auch die erste Frage, als Open Text im Frühjahr das amerikanische CMS-Flaggschiff Vignette übernahm. Hatte das Unternehmen doch erst kurz zuvor das ebenfalls eingekaufte Red Dot als das CMS-Referenzprodukt des Konzerns positioniert. Mit Vignette gab es nun plötzlich einen zweiten Kandidaten.
Jörn Bodemann, Vorstandsvorsitzender des deutschen CMS-Anbieters E-Spirit AG, hält das Vorgehen für schlecht - nicht nur für Open Text, sondern für die gesamte Branche. Denn, so Bodemann, die Unternehmen würden dadurch das Vertrauen in die Anbieter verlieren. […]
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