E-Book: So nutzen Sie Künstliche Intelligenz als Umsatz- und Wettbewerbsmotor

Keine Frage, Künstliche Intelligenz (KI) gehört zu den Toptrends schlechthin. Doch denken wir an KI, dann fallen uns oft futuristische Szenarien ein – deutlich mehr Science-Fiction als reale IT. Dabei gibt es bereits heute viele beeindruckende KI-Anwendungen, und immer mehr Marketingexperten setzen auf die Möglichkeiten, die KI ihnen an die Hand gibt. So kann Künstliche Intelligenz beispielsweise helfen, scheinbar unmögliche Probleme zu lösen und Aufgaben mit Leichtigkeit zu erledigen, die bisher nur mit großem Aufwand, viel Zeit und Ressourcen zu bewältigen waren. KI bietet noch nie dagewesene Chancen, mehr aus Marketingaktivitäten herauszuholen und dabei gleichzeitig Aufwand zu reduzieren. Daten lassen sich schneller analysieren und gewähren tiefere Einblicke. Ein weiterer Vorteil ist zweifelsohne, dass KI-Anwendungen kontinuierlich lernen und sich an ändernde Kundensegmente anpassen. Das Resultat sind noch persönlichere, digitale Erlebnisse. Kurz gesagt, KI macht Marketingspezialisten besser in dem, was sie tagtäglich tun. In diesem Blogpost zeigen wir Ihnen fünf Bereiche, in denen sich KI für das digitale Marketing einsetzen lässt, um anspruchsvolle, zeitaufwendige und ungeliebte Aufgaben schneller und besser zu bewältigen und dabei gleichzeitig Umsätze anzukurbeln.

Starten wir mit einer Definition:

KI bezeichnet Technologie, die menschliche Intelligenz nachahmt. Der Begriff „Artifical Intelligence“ wurde ursprünglich 1955 von John McCarthy geprägt. Seit dieser Zeit nimmt die Begeisterung für KI stetig zu. Viele sind sich einig, dass Künstliche Intelligenz die Zukunft ist. Aber nur die besten und erfolgreichsten Marketingexperten wissen, dass die KI-Zukunft bereits begonnen hat. Zwar sind viele dieser KI-Anwendungen noch nicht vollständig umgesetzt. Der Marketing-Bericht 2017 von Salesforce zeigt jedoch, dass Marketingmitarbeiter mehr Wert auf Künstliche Intelligenz legen als je zuvor: 51 Prozent der Marketingentscheider nutzen KI bereits in irgendeiner Form. Gartner prognostiziert zudem, dass bis 2020 KI von mindestens 60 Prozent der Firmen für den digitalen Handel genutzt werden wird. Es ist an der Zeit, sich mehr mit diesem Thema zu beschäftigen, denn ansonsten besteht die Gefahr, den Anschluss zu verlieren.

Die Chancen Künstlicher Intelligenz

Bevor wir uns mit den spezifischen Marketingproblemen auseinandersetzen, die KI lösen kann, werfen wir einen Blick auf die gemeinsamen Herausforderungen, mit denen Marketingexperten heute konfrontiert sind, und auf die Möglichkeiten, die KI ihnen bietet.

1. Omnichannel-Ausbreitung und digitale Komplexität:

In den vergangenen sechs Jahren betrug die jährliche Wachstumsrate (CAGR) hinsichtlich Marketingtechnologien laut Scott Brinkers Marketing Technology Landscape Supergraphic mehr als 95 Prozent. Im gleichen Zeitraum hat sich auch der Omnichannel-Trend weiter durchgesetzt. Gartner sagt in diesem Zusammenhang voraus, dass bis Ende 2017 weltweit 8,4 Milliarden vernetzte Geräte im Einsatz sein werden. Das ist ein Plus von 31 Prozent gegenüber 2016. Bis 2020 sollen es sogar 20,4 Milliarden Geräte sein. Das sind extrem viele Kanäle, die Marketingspezialisten im Auge behalten und bespielen müssen. Doch der Verbraucher bekommt, was der Verbraucher wünscht. Deshalb stehen Marketer in der Pflicht, neue kanalübergreifende Erlebnisse zu bieten – ob ihnen das nun gefällt, oder nicht. Diese Entwicklung wird zu immer mehr vorschnell integrierten Tools und Kanälen in existierenden digitalen Ökosystemen führen – ein unzusammenhängendes Marketing-Tohuwabohu, eine kaum zu bewältigende digitale Komplexität. Statt vor dieser Mammutaufgabe, der Erstellung und Bereitstellung digitaler Erlebnisse über alle Kanäle hinweg, in die Knie zu gehen, hilft KI den Marketingexperten, Omnichannel-Prozesse zu vereinheitlichen und zu verbessern, sodass individualisierte Inhalte jederzeit, überall und simultan an die Kunden ausgespielt werden können.

2. Daten und umfassende Einblicke in das Kundenverhalten:

Laut Forrester „haben Vermarkter einen Punkt erreicht, an dem ihre Fähigkeit, Daten zu erfassen, ihre Fähigkeit überschritten hat, datengesteuerte Maßnahmen zu ergreifen“. Forrester fügt hinzu, dass „obwohl mehr als 60 Prozent der B2C-Marketing-Organisationen glauben, dass sie zu viele Daten zu verarbeiten haben, um verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen, mehr als 80 Prozent der Marketingentscheider sagen, dass sie derzeit mit Technologiepartnern daran arbeiten würden, KI einzusetzen, um so mehr aus den Daten herauszuholen.“ Fest steht: Daten sind die große unerschlossene Goldmine des 21. Jahrhunderts, und das Zusammenführen und Vereinheitlichen der verschiedenen Datenquellen gehört zu den vorrangigen, aber auch gefürchtetsten Herausforderungen digitaler Marketingexperten weltweit. Der Zugang zu Daten ist diesbezüglich essentiell für die Customer Journey. Unzusammenhängende Tools und Kanäle, die nicht gut zusammenarbeiten, führen zu separaten Datensilos, die eine ganzheitliche Sicht des Kunden behindern, obwohl dies für jeden Schritt der Customer Journey erforderlich ist. Was die digitale Transformation zu lösen verspricht, löst KI jetzt elegant, denn sie bietet die Möglichkeit, Datenquellen aus unterschiedlichen Firmen sowie internen und externen Kanälen und Technologien zu vereinen. KI kann beispielsweise Datenquellen wie Verhaltensdaten, Informationen zum Webseitentraffic und CRM-Daten zusammenführen, um Erkenntnisse zu gewinnen und Maßnahmen vorzuschlagen. Das Ergebnis sind vollständige Kundeneinblicke für ein intelligenteres Content-Targeting – ein wichtiger Schritt für die Bereitstellung einer hochgradig optimierten und personalisierten Inhaltsbereitstellung in Echtzeit.

3. Personalisierte Kundenerlebnisse:

Laut Gartner sind Erlebnisse das neue Schlachtfeld im Kampf um die Aufmerksamkeit der Kunden. Nach einer schlechten digitalen Experience wird ein Verbraucher 26 Menschen darüber berichten. Umgekehrt werden gute Erlebnisse nur mit neun Menschen geteilt. Die Boston Consulting Group (BCG) erklärt in diesem Zusammenhang, dass „Marken, die personalisierte Erlebnisse durch die Integration fortschrittlicher digitaler Technologien und proprietärer Daten für Kunden schaffen, einen Umsatzanstieg von sechs bis zehn Prozent verzeichneten – und dies zwei- bis dreimal schneller als Unternehmen, die dies nicht tun. Infolgedessen können Personalisierungs-Leader im Zeitalter individualisierter Marken deutlich mehr Profite einfahren als Slow-Mover, die sowohl Kunden als auch Marktanteile und Gewinne verlieren werden.“ BCG fügt hinzu, dass in den kommenden fünf Jahren allein in den Branchen Einzelhandel, Gesundheitswesen und Finanzdienstleistungen, personalisierte Inhalte den 15 Prozent der Unternehmen, die dies beherzigen, Umsätze von rund 800 Milliarden Dollar einbringen werden. Und was bedeutet das konkret? Personalisierung ist ein wunderbares Einsatzgebiet für KI, weil sich Kunden durch die Individualisierung jeder Interaktion über jeden Kanal, sei es Webseite, Mobilgerät, Wearable, IoT-Smart-Gerät oder App, bestens ansprechen und binden lassen.

4. Kundenbindung in Echtzeit:

Eine der schwierigsten Aufgaben für Marketingverantwortliche besteht heute darin, zu verstehen, was die nächste positive Kundeninteraktion anstoßen wird und wie in Echtzeit darauf reagiert werden kann. Daten sind hierbei wenig hilfreich, wenn sie nicht in Echtzeit verfügbar sind, um ein Ergebnis zu ändern. Die effiziente Nutzung Ihrer Daten als Treibstoff für Echtzeit-Kundeninteraktionen über mehrere Kanäle hinweg ist eine der großen Chancen, die KI Ihnen bietet. Dies im Zusammenspiel mit einer vereinheitlichten Datenverwaltung macht KI zum wichtigen Katalysator erfolgreicher Kombinationen von inhaltsreichen, spannenden, zielgerichteten digitalen Erlebnissen, in denen Sie Ihre Kunden positiv beeinflussen können. Laut Google sind dies extrem wichtige Sekundenbruchteile, sogenannte Micro-Momente, die bestimmen, wie Entscheidungen getroffen werden und wie sich Vorlieben entwickeln – für Marketingexperten essentielle Momente, um das Kundenverhalten zu steuern und sich Wettbewerbsvorteile zu sichern.

5. Marktreife und Wertsteigerung:

In einer zunehmend wettbewerbsorientierten digitalen Welt ist Time-to-Market nicht nur essentiell, sondern erfolgsentscheidend. Die Zeit bis zur Markteinführung kann für viele Marketingexperten sogar der einzige Wettbewerbsvorteil sein. Eine schnelle Time-to-Market ist auch aufgrund der zeitaufwendigen Arbeit, die für die Bereitstellung digitaler Echtzeit-Erlebnisse erforderlich ist, schwierig. Marketingverantwortliche benötigen daher Tools, die die Zeit für die Datenanalyse reduzieren und nützliche Erkenntnisse liefern. Diese Werkzeuge sollten zudem auch manuelle und arbeitsintensive Aufgaben wie die Erstellung von Berichten minimieren. KI-Algorithmen verkürzen die Zeit bis zur Marktreife für gängige zeitaufwändige Aufgaben drastisch, sodass Marketingexperten ihre Energie für das nutzen können, was sie am besten können: Strategieentwicklung, die Schaffung digitaler Erlebnisse, das Erstellen von Inhalten und mehr. Überlassen Sie den Rest doch einfach Ihren Systemen!

KI im Einsatz

Nun, da wir die Herausforderungen kennen, die sich mit KI angehen lassen, sollten wir uns mit möglichen KI-Einsatzszenarien beschäftigen und mit den oft erstaunlichen Auswirkungen auf die digitalen Marketingergebnisse.

KI für Unternehmenswebseiten

KI kann eine Menge für Ihre Webseiten tun! Mithilfe Künstlicher Intelligenz können Sie beispielsweise hochgradig personalisierte Webseitenerlebnisse schaffen, diese leistungsstärker machen – beispielsweise hinsichtlich Umsatz, Klicks, Konversionsrate und mehr – sowie besonders zielgerichtete Microsites und Zielseiten für account-basiertes Marketing dynamisch und skalierbar erstellen. Am allerbesten ist aber, dass KI Ihnen dabei hilft, all dies viel, viel schneller als zuvor zu erreichen.

Intelligente KI-Algorithmen können Ihnen helfen:

  • Empfehlungen auszusprechen: KI-Empfehlungen machen Marketingexperten besser darin, Produkte zu empfehlen, die Kunden dann eher kaufen. So konnte der Hallmark-Kanal, ein US-amerikanischer Fernsehsender, die Anzahl der Videoaufrufe pro Nutzer mithilfe von KI-Empfehlungen beispielsweise um 43 Prozent erhöhen. Laut Business Insider können „personalisierte Empfehlungen Kunden zudem davon abhalten, zu Amazon zu wechseln. Wenn ein Unternehmen Kunden keine persönliche Produktauflistung in Marketingnachrichten zur Verfügung stellt, werden 47 Prozent von der Markenwebseite zu Amazon wechseln. Dies deutet darauf hin, dass personalisierte Produktempfehlungen, die zuvor angesehene und aufgerufene Produkte und Artikel enthalten, die Kunden gefallen könnten, eine wahre Wunderwaffe für diejenigen darstellen können, die gegen Amazon kämpfen.“
  • Webseitentraffic zu überwachen: KI-Tools wie Hunch helfen Ihnen bei der Analyse Ihres Webseitentraffics, damit Sie jederzeit wissen, was auf Ihrer Webseite passiert. Echtzeit-Berichte helfen, rechtzeitig auf Veränderungen und Möglichkeiten zu reagieren.
  • Konversionsraten zu steigern: Der Online-Sporthändler Bild Shop nutzte KI-basierte Erkenntnisse und Personalisierungen, um die Konversionsrate um 20 Prozent und die Klickrate um 69 Prozent zu steigern.
  • Erlebnisse persönlicher zu machen: Durch die Analyse hunderter Datenpunkte über einen einzelnen Benutzer kann KI die bestmöglichen Angebote und Inhalte für personalisierte digitale Erlebnisse liefern. Beispielsweise konnte der Outdoor-Spezialist Fjällräven den Umsatz pro Nutzer durch personalisierte digitale Erlebnisse um 30 Prozent steigern.
  • Push-Benachrichtigungen zu schicken: Durch KI-Verhaltensanalyse lassen sich Push-Benachrichtigungen für individuelle Benutzer anpassen und die richtige Nachricht zur richtigen Zeit liefern. Das schottische Multimedia-Unternehmen Johnston Press sammelte beispielsweise Verhaltensdaten von 13 Standorten und nutzte diese, um zielgerichtete Push-Benachrichtigungen zu schicken. Dies erhöhte die Anzahl der Besuche um 10 Prozent und die Klickrate um 31,8 Prozent.

E-Book zum Download

In unserem E-Book finden Sie weitere Einsatzszenarien für Künstliche Intelligenz: Digital Signage, Mobile Webanwendungen und Apps, Paid Advertising und das Internet der Dinge.

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