Partnerinterview mit Olav A. Waschkies von Digitas Pixelpark

Partner Marketing
von Romy Fischer

Wir kennen alle unsere Partner persönlich und möchten unserem Partnerökosystem ein Gesicht verleihen., denn unsere Partner sind genauso individuell wie unsere Kunden. Jeden Monat gibt es ein Interview mit einem Stellvertreter.

Dieses Mal: Olav A. Waschkies, Managing Director bei Digitas Pixelpark und Experte für Digital Experience Platforms. Nach seiner Tätigkeit als Assistant Professor für Marketing und Volkswirtschaftslehrer in Pamplona, Spanien startete Olav bei Pixelpark durch. Olav und sein Team von Digitas Pixelpark sind Premier Partner mit langähriger Erfahrung in der Umsetzung diverser FirstSpirit-Projekte.

Wie lange seid ihr schon Partner von e-Spirit?

Wir sind dieses Jahr eine Dekade euer Partner. Zehn Jahre sind wie im Flug vergangen!

Bitte beschreibe eure Agentur in drei Sätzen:

Digitas Pixelpark ist die Agentur für Customer Experience Marketing im deutschen Publicis- und im internationalen Digitas-Netzwerk.

Mehr als 500 Expert:innen für Daten, Strategie, Kreation, Medien und Technologie in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Köln begleiten Kunden täglich bei deren digitaler Marketing-Transformation.

Mit Plattformen und Aktivierungsmaßnahmen für E-Commerce, CRM und Marketing-Automatisierung schafft Digitas Pixelpark einzigartige Erlebnisse, die Kunden und Marken effektiv miteinander vernetzen – um auch morgen bestmöglichen Impact für sie zu erzielen. #ItsAllAboutImpact

Gibt es ein Projekt, welches euch in besonderer Erinnerung geblieben ist?

Eindeutig das Projekt für unseren Kunden GROHE. Dort konnten wir den vollen Funktionsumfang von FirstSpirit als Digital Experience Platform implementieren und für den Kunden eine „Best of Breed“-Plattform aufbauen, die nicht nur den globalen Anforderungen von GROHE gerecht wird, sondern darüber hinaus Kund:innen inspiriert, Know-how vermittelt und auf sie zugeschnittene Produktangebote liefert. Die Plattform ist für GROHE zum digitalen Dreh- und Angelpunkt geworden und speist die Corporate Website, die Portale der weltweiten B2C- und B2B-Märkte und auch das zentrale Intranet der 7.000 Mitarbeitenden bei GROHE.

Dein liebstes FirstSpirit-Feature? Warum?

Euer Modul zur Personalisierung ICE, da es uns die Möglichkeit gibt, individuelle Customer Journey auch wirklich personalisiert an Nutzer:innen ausspielen zu können.

„DXP“ ist ein Begriff, der in unserer Branche im alltäglichen Sprachgebrauch angekommen ist. Welche Vorteile hat dieser Ansatz denn für Marketer und content-starke Brands?

Der Vorteil einer DXP liegt auf der Hand: Mit ihr können Inhalte für Nutzer:innen spezifisch, hinsichtlich ihrer Nutzungssituation und der von ihnen genutzten Touchpoints, und individuell, entsprechend ihrer jeweiligen Customer Journey, ausgespielt werden. Denn es ist doch so: Jede Marke wendet viel Zeit und Energie auf, um passgenauen Content zu entwickeln. Aber erst mit der Nutzung einer DXP wird man in die Lage versetzt, Content optimal und individuell an die jeweilige Zielgruppe auszuspielen.

Das braucht ein Unternehmen, in Zeiten der digitalen Transformation, damit es sicher für die Zukunft aufgestellt ist:

Insgesamt ist die digitale Transformation ein komplexes und individuelles Thema. Eine passende DXP gehört heute aber definitiv dazu, und je nach internem Know-how auch die passende Beratung für das eigene Marketing Tech Stack, wie z. B. durch eine Agentur wie uns.

Wo siehst Du im Zusammenspiel zwischen E-Commerce und Content Vorteile für Eure Kunden?

Ohne personalisierten und passgenauen Content läuft im Commerce-Bereich schlicht nichts. Aber gerade im D2C-Bereich können wir Marken über DXPs optimal inszenieren: weg von einer Marktplatz-Atmosphäre hin zu einer Flagshipstore-Ästhetik, die Konsument:innen wirklich inspiriert, aktiviert und konvertiert.

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Welche Tipps hast Du für die Einführung eines neuen CMS? Welche Herausforderungen sind in jedem Projekt zu beachten?

Die Einführungen eines neuen CMS braucht eine weitsichtige und umfassende Herangehensweise. Dennoch seien an dieser Stelle zwei wesentliche Faktoren genannt: der Faktor Mensch und der Faktor Zeit.

Die ins Projekt involvierten Menschen, genauer die Stakeholder, müssen rechtzeitig abgeholt werden. Es ist erfolgskritisch, sich mit ihnen transparent über die mit dem Projekt verbundene Erwartungshaltung auszutauschen. Mindestens genauso wichtig ist der Zeitrahmen, der für die Planung und Umsetzung des Projekts angesetzt wird und der von allen Stakeholdern mitgetragen werden muss. Hier sollte man von Beginn an alle Beteiligten mit auf die Reise nehmen, denn aus meiner Erfahrung fangen die Projektbeteiligten nur dann auch von sich aus an, den eigenen Beitrag proaktiv zu planen, zu gestalten und sich zeitlich einzurichten.

Viele Kunden nutzen weiterhin ihr CMS on premises, also mit einer Softwarelizenz. Wo siehst Du bei einer Migration zu Software as a Service (SaaS) in der Cloud den größten Vorteil für den Kunden?

In der Regel werden die Themen Kosteneinsparung, Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit als Gründe für die Cloud genannt. Ich werde aber nicht müde, auf einen weiteren entscheidenden Aspekt hinzuweisen, der dabei gern vergessen wird: In der Cloud ist der Cloud-Anbieter „Herr und Wächter über die Sicherheit“ und sorgt dafür, dass ihre Kunden über eine stets aktuelle und sichere Software verfügen.

Was sind aus deiner Erfahrung die größten Chancen bei einem Wechsel in die Cloud, und überwiegen diese die Risiken?

Wie bereits gesagt: für eine Migration gibt es gute Gründe! Wer auf eine moderne IT-Architektur setzen will, die skalierbar und ausfallsicher ist, der sollte sich meiner Meinung nach definitiv für die Cloud entscheiden.

Was ist Deiner Meinung nach der Trend für die nächsten Jahre?

Kurzfristig muss man sagen, dass wir auch weiterhin mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie beschäftigt sein werden. Denn wenn wir alle gemeinsam eins in den letzten beiden Jahren gelernt haben, dann ist das der Stellenwert von Digital und Digitalisierung. Bedeutet weitergedacht auch, dass die Digital Experience stärker als jemals zuvor auf die gesamt Customer Experience einzahlt, und Unternehmen und Marken, auch im Hinblick auf die Post-Cookie-Ära, systematisch in den Aufbau von direkten Beziehungen investieren müssen. Konsument:innen, aber auch Geschäftspartner, müssen bei ihrer individuellen Journey an jedem beliebigen Punkt abgeholt und begleitet werden können. Niemand unterscheidet mittel- bis langfristig noch zwischen realer und digitaler Welt. Kund:innen mit ihren individuellen Bedürfnissen bewerten nicht einzelne Kanäle, sondern ausschließlich den Gesamteindruck des gewünschten Produkts oder erwarteten Services und das Gesamtangebot von Marken. Im Hintergrund jedes gesamtheitlichen Geschäftsprozesses sind jedoch digitale System im Einsatz.

Wie wird sich Content Management in den nächsten Jahren entwickeln?

Ich glaube, dass das Content Management noch deutlich interaktiver wird. Es wird (noch) mehr Bewegtbild geben, und: Content wird zunehmend serviceorientierter. Marken müssen bereits heute stärker verinnerlichen, dass Kund:innen stets und ständig inspiriert und informiert werden müssen. Ob ein Produkt oder ein Service gefällt, entscheidet sich nicht erst, wenn Kund:innen es in Händen halten oder den Service erhalten. Bereits im Vorfeld steht die Frage im Raum, ob sie den eigenen Erwartungen entsprechen. Erleben Kund:innen hier bereits eine positive Bestätigung statt einer kognitiven Dissonanz, können sie überhaupt erst von Interessent:innen zu Käufer:innen konvertieren.

Danke, für das Interview Olav!


About the author

Als Partner Marketing Managerin ist Romy verantwortlich für Marketingaktivitäten für das Partnerökosystem und auch für gemeinsame Aktivitäten mit den mehr als 60 Partnern der e-Spirit GmbH. Durch ihre jahrelange Erfahrung in der engen Zusammenarbeit mit internationalen Kunden und Agenturen verfügt sie über umfassende Expertise im Bereich Marketing, Eventmanagement sowie der Contenterstellung.

Romy Fischer
Partner Marketing Manager

rfischer@e-spirit.com